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Urteil LAG Köln zu Arbeit im Familienbetrieb während des Urlaubs

Laut eines Urteils des Landesarbeitsgerichts (Az.: 2 Sa 674/09) darf ein Arbeitnehmer während seines Urlaubes im Geschäft des Ehegatten aushelfen.
Im vorliegenden Fall ging es um eine Bürokauffrau, die in ihrem Urlaub im Familienbetrieb auf dem Weihnachtsmarkt ausgeholfen hatte. Dort wurden in den Adventswochen selbsthergestellte Keramikfiguren verkauft.
Das brachte ihr die Kündigung ihres Arbeitgebers ein.
Das LAG hob die Kündigung für die Bürokauffrau auf. Die Richter des Landesarbeitsgerichts argumentierten, wer im Familienbetrieb, in einer Nebenerwerbslandwirtschaft oder einer gemeinnützigen Organisation arbeite, unterliege nicht dem Bundesurlaubsgesetz. Das Bundesurlaubsgesetz besagt, dass keine dem Urlaubszweck widersprechende Tätigkeit während der Urlaubs ausgeübt werden dürfe. Hierunter fallen allerdings nur Arbeiten, die der „maximalen finanziellen Ausnutzung der Arbeitskraft“ dienen.
Eine Arbeit wie die oben dargestellte, die im Familienbetrieb durchgeführt wird, unterliegt nicht den Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes.
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