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Arbeitsrecht-Abmahnung

Wurde einem Arbeitnehmer gekündigt, ist der Arbeitnehmer während des laufenden Kündigungsschutzverfahrens nur dann zur Arbeitsleistung verpflichtet, wenn der Arbeitgeber ihm den Arbeitsplatz anbietet mit der Erklärung, seine Arbeitsleistung als Erfüllung des bestehenden Arbeitsvertrages anzunehmen. Das heißt, entweder nimmt der Arbeitgeber die Kündigung zurück oder Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben ein sogenanntes Prozessarbeitsverhältnis vereinbart.

Sind beide Möglichkeiten nicht der Fall und der gekündigte Arbeitnehmer arbeitet trotzdem weiter, ist die erbrachte Arbeitsleistung eine freiwillige Sache. Deswegen kann der Arbeitgeber keine Abmahnung wegen Zuspätkommens des Arbeitnehmers aussprechen.

Urteil LAG, Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg
AZ: 26 Sa1840/09.

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